Gemüse selber aussäen im Februar

Wer genau wissen will, welchen Weg sein fertiges Gemüse gegangen ist, kommt um die eigene Aussaat nicht herum. Auch wenn dies mit etwas Aufwand verbunden ist, so ist es doch ein Erlebnis zu sehen wie aus einem unscheinbaren Samenkorn prächtige Pflanzen gedeihen.

Jetzt ab Mitte Februar sollten Chilis, Andenbeere, Auberginen und Paprika ausgesät werden, um Mitte Mai kräftige Pflanzen direkt ins Freie pflanzen zu können. 

 

 

 Folgende Punkte sind wichtig für eine erfolgreiche Aussaat:

 

  • das richtige Substrat

  • einwandfreies Saatgut

  • der richtige Zeitpunkt

  • optimale örtliche Bedingungen
     

Grundlage jeder Pflanze ist das Substrat, in der sie wachsen soll. Hier empfiehlt sich torffreie nährstoffarme Kokoserde. Diese hat eine sehr gute Wasserspeicherfähigkeit, ohne dabei Staunässe zu verursachen. Durch die offene Struktur kommt immer genügend Luft an die feinen Wurzeln.

 

Die Aussaat kann bei Grösseren Mengen in Saatschalen erfolgen, oder für den Hobbygärtner direkt in passende Töpfe oder PflanzsäckeHier sind ganz klar kompostierbare Materialien wir Kokos oder Jute zu bevorzugen. Zum einen werden Ressourcen geschont und Kreisläufe geschlossen. Zum anderen können Pflanzen direkt im Topf in das nächst grössere Gefäss oder direkt in den Garten gepflanzt werden. Hierdurch erleidet Ihre Jungpflanze keinen Umpflanzschock und hat bereits im Frühjahr einen klaren Vorsprung gegenüber frisch pikierter und verpflanzter Ware. 

Berücksichtige auch immer die Frische deines Saatgutes. Die Keimfähigkeit nimmt bei altem oder falsch gelagertem Saatgut ab. Frisches Saatgut weist eine Keimrate von mehr als 90 % auf. Verwende - wenn immer möglich - biologisches Saatgut, nur so bist du sicher, völlig chemisch unbehandeltes und ausgesuchtes Saatgut zu erhalten.

 

Ein wichtiger Faktor gerade zu dieser Jahreszeit ist das fehlende Tageslicht. Eine helle Fensterbank genügt leider nicht in allen Fällen, um kräftige Pflanzen zu erhalten. Nicht optimale Lichtverhältnisse erkennst du sehr schnell, wenn der Keimling nur lang und dünn sich dem bisschen Licht entgegenstreckt. Dieses verhalten nennen wir Gärtner „Geilen“. Solche Pflänzchen haben es später schwer, einen gesunden Pflanzenkörper auszubilden und schwere Früchte zu tragen. Auch gegen Krankheiten sind sie zu schwach um diesen zu trotzen. Es gibt mittlerweile preisgünstige und energiesparende LED-Pflanzenlampen, die helfen gerade die anfänglichen Lichtarmen Monate zu überbrücken. Die Lampen decken das für die Pflanzen wichtige Lichtspektrum ab. Du wirst vom Grün und der Standfestigkeit deiner Jungpflanzen begeistert sein. 

 

Die wichtigsten Punkte nochmals zusammengefasst:

  • Verwende qualitativ hochwertiges Bio-Saatgut.

  • Gib Kokoserde oder Kokos-Quelltabletten in die passende Schale oder Topf.

  • Lasse nach dem Einfüllen des Substrats noch einen Giessrand von ca. 1 cm.

  • Stelle das Gefäss an einen warmen und vor allem hellen Standort.

  • Faustregel für die Aussat: Samen nur soweit in die Erde wie sie gross sind.

  • Überdecke das Saatgut mit einer dünnen Schicht Substrat und drücke die Erde leicht an. Danach mit einer feinen Giesskannen Brause oder Drucksprüher das ganze gut angiessen.

  • In den nächsten Wochen: Halte das Saatgut regelmässig feucht.  ABER VORSICHT!!! Vermeide Staunässe.

  • Vermeide direkte Heizungsluft oder beim Lüften kalte Zugluft. Beides ertragen deine Sprösslinge nicht gut.

Nun viel Spass beim Aussäen und Grossziehen der eigenen Pflanzen.

 

Und übrigens, Rückschläge passieren auch den erfahrensten Gärtner immer wieder ;-)

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