Pflanzenkohle & Terra Preta Erde - ja, was denn nun?

Diese zwei Begriffe sind in letzter Zeit immer häufiger in Gartenzeitschriften und im Internet zu lesen. Aber nur die wenigsten Leute wissen genau, um was es sich hier eigentlich handelt. Um hier etwas Licht ins Dunkle zu bringen, widmen wir uns in den nächsten Blog`s diesen zwei Begriffen und erklären unter anderem wieso den Kohle durchaus auch gut fürs Klima sein kann. Heute geht es um die Pflanzenkohle, die einer der wichtigsten Inhaltsstoffe der Terra Preta Erde ist.

 

Wie wird diese eigentlich hergestellt und was für Eigenschaften besitzt die Pflanzenkohle?

 

Pflanzenkohle wird durch Pyrolyse, einem Verkohlungsverfahren aus reiner Biomasse,
hergestellt. Von Pyrolyse spricht man, wenn Biomasse unter reduzierter Sauerstoffzufuhr verkohlt. Langkettige Moleküle der Pflanzenzellen brechen auf und flüchtige Gase der Biomasse können dabei ausgasen. Dabei entsteht Wärme und die kohlenstoffhaltige poröse Struktur der Biomasse mit ihren positiven Eigenschaften bleiben zurück. Während dem Verkohlen werden Mineralstoffe der verkohlten Biomasse an der Oberfläche wie auch in den Poren gebunden. Durch diese Vielzahl an Poren wirkt die Pflanzenkohle wie ein Schwamm. Die spezifische Oberfläche der Kohle weist eine Oberfläche von mehr als 300m2 pro Gramm auf, deshalb kann Pflanzenkohle die fünffache Menge ihres Eigengewichts an Nährstoffen und Wasser aufnehmen. Durch diese Fähigkeit werden in Böden, die mit Pflanzenkohle versetzt sind, mineralische wie auch organische Stoffe viel weniger ausgewaschen und stehen somit Pflanzen und Mikroorganismen besser zur Verfügung. Zudem wird auch unser Grundwasser geschützt und die Nährstoffe stehen dort zur Verfügung, wo sie gebraucht werden.


Pflanzenkohle leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Klimaschutz

 

Das fängt bereits bei der Herstellung an. Durch das Pyrolyse Verfahren verschwellt die Biomasse zu 40% reiner Pflanzenkohle. Dadurch wird nicht die gesamte Biomasse in CO2 umgewandelt. Der Grösste Teil des Kohlenstoffs wir in der Pflanzenkohle selber gebunden. Wird Pflanzenkohle als Boden-Verbesserer eingesetzt, hilft diese den Böden mehr Wasser aufzunehmen und sorgt für eine bessere Durchlüftung. Durch mehr Sauerstoff im Boden sind Stickstoffbakterien aktiver und der Austritt von klimaschädlichen Methan- und Lachgasemissionen können somit reduziert werden.


Mit dem Einsatz von Pflanzenkohle in unserer Landwirtschaft und Gärten können wir den Klimawandel sicher nicht aufhalten, aber durch dessen Einsatz kann jeder von uns auf einfache Weise seinen Beitrag zur Bindung von CO2 leisten und den Klimawandel zumindest ein wenig abbremsen.

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