Urban Farming in der Schweiz - Sinn oder Unsinn?

Mit dieser Frage werden wir von Home Farming Solutions öfters mal konfrontiert. Deshalb wollen wir im folgenden Blog mögliche Antworten oder Erkenntnisse mal genauer anschauen.

 

Urban Farming, Rooftop Farming, Aqua- und Hydroponik sind Wörter die wir fast täglich in den Medien sehen oder hören sowie in Beiträgen aus Metropolen wie New York, Hongkong oder London gezeigt bekommen. Doch bereits heute müssen auch wir uns hier in der Schweiz mit solchen Ideen auseinandersetzten. Täglich verlieren wir wertvolles Ackerland infolge der massiven Bauaktivität. In den Städten wird jeder noch so kleine Teil freie Fläche verbaut und zubetoniert, so dass es immer schwieriger wird, eigene Lebensmittel anzubauen. Auch wenn die Schweiz aktuell noch 60% ihrer Nahrungsmittel im eigenen Land anbaut, wird auch dies infolge Bevölkerungs-wachstum und weniger Landwirtschaftsland eine grosse Herausforderung.

 

Wir werden mit Urban Farming, die uns bekannte Landwirtschaft nicht ersetzen können, das ist klar. Gewisse Kulturen lassen sich nicht einfach auf einem noch so grossen Flachdach anbauen. Zum einen weil die Statik nicht ausreicht, der Unterhalt zu aufwändig oder das Kosten–Nutzen Verhältnis nicht stimmen würde.

 

Urban Farming kann durchaus wirtschaftlich rentabel betrieben werden. Hierzu sind aber grössere Investitionen und professionelle Betreuung der Anlagen nötig.

Für den einfachen Urban Farmer hat dieser Boom ein ganz anderes Ziel. Immer mehr Menschen möchten ihr eigenes Gemüse, Obst oder einheimische Wildpflanzen kultivieren. Zu gross ist die Verunsicherung durch die immer wieder erschreckenden Schlagzeilen über pestizidverseuchte Lebensmittel oder Transporte um den ganzen Erdball. Auch ist der soziale Aspekt von Urban Farming Projekten nicht zu unterschätzen. Urban Farming gibt den Menschen ein Stück Natur zurück und verhilft in unserer hektischen Zeit zu ein bisschen Entschleunigung. Gerade bei öffentlichen Urban Farming Projekten wie Gemeinschafts- Schul- oder Pflegeheimgärten können eher isolierte Bevölkerungsgruppen wie Senioren, Migranten oder Klienten aus sozialen Institutionen zusammen Schönes und Gesundes erschaffen, egal woher er kommt oder was er ist! 

 

Aus ökonomischer Sicht kann Urban Farming durchaus auch im Kleinen funktionieren. Zum einen können Gastrobetriebe, Kindertagesstätten oder Kantinen beliefert werden. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten die anfallenden Kosten übers Jahr zu decken. Den Verkauf der Nahrungsmittel über Gemüseabonnements, Quartierläden oder mit Durchführen von Kursen für Kinder und interessierte Erwachsene.

 

Du siehst, auch in der Schweiz macht Urban Farming in jeder Hinsicht wirklich Sinn. Was beim Urban Farming auf Dach, Balkon, Terrasse oder Fassade zu beachten ist erklären wir dir im nächsten Blog.

 

Also, es nicht noch nicht zu spät um mit deinem Urban Farming Projekt loszulegen.

 

Packen wir es an: “ Wenn Urban Farming, dann richtig!!“

 

 

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